
BMW RS M255 Kompressor
BMW RS M255 Kompressor
EU-Reg.
BMW RS M255 Kompressor
Das wohl legendärste Motorrad der Vorkriegszeit
Eines von 7 Exemplaren weltweit
BMW Werks GP Rennmotorrad
Ende der 1930er-Jahre befand sich der Motorradrennsport an einem technischen Wendepunkt. Im Mittelpunkt dieser Entwicklung stand ein deutsches Motorrad, das neue Maßstäbe setzte: die BMW RS M255 mit Kompressoraufladung. Sie war leicht, extrem leistungsstark und ihrer Konkurrenz in vielen Bereichen überlegen. Mit ihr etablierte sich BMW endgültig als feste Größe im internationalen Rennsport.
Ursprünglich hatte BMW seine Wurzeln im Flugmotorenbau. Nach dem Ersten Weltkrieg verlegte das Unternehmen seinen Fokus auf Motorräder und setzte früh auf technische Experimente. Besonders der Einsatz eines Kompressors erwies sich als wegweisend. Bereits 1937 demonstrierte die RS M255 ihr Potenzial, als Ernst Henne mit 280 km/h einen Geschwindigkeitsweltrekord aufstellte, der über ein Jahrzehnt lang Bestand hatte.
Internationale Berühmtheit erlangte das Motorrad zwei Jahre später bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man. Dort gelang dem Fahrer Georg Meier ein historischer Sieg in der höchsten Klasse des Rennens – ein Erfolg, der bis dahin britischen Fahrern vorbehalten gewesen war.
Aus technischer Sicht war die RS M255 ein Ausnahmemotorrad. Der aufgeladene Boxermotor lieferte für damalige Verhältnisse enorme Leistung, während der extensive Einsatz von Leichtmetall das Gewicht stark reduzierte. Moderne Ventilsteuerung und ein fortschrittliches Fahrwerk sorgten für präzises Handling.
Höchstens 10 Exemplare dieses Modells wurden gebaut, von denen heute nur noch 7 existieren. Die verbliebenen Maschinen sind begehrte Sammlerobjekte und so gut wie nie am Markt zu bekommen. Ein Exemplar steht im BMW Museum, ein weiteres wurde 2013 in den SUA für 480.000 USD versteigert.
Kontakt
Stefan Luftschitz
Bei Fragen zu diesem Fahrzeug rufen Sie mich bitte an, ich rufe Sie dann gerne auch zurück.

